Satire oder Verfehlung? George A. Romero`s Survival of the dead

Warum sind Zombies gut im Oralsex?

“Weil sie alles schlucken, was man ihnen hinhält”, raunt die tiefe, kratzige Stimme, die genährt ist vom hoffnungslosen Zynismus einer dystopischen Welt, welche mittlerweile zum größten Teil von Untoten bewohnt wird. So platt wie diese Pointe ist leider an vielen Stellen der gesamte Film des Genre-Gurus und -Begründers George A. Romero.

Während der Vorgänger “Diary of the Dead” ein, wenn auch eher durchschnittliches, Update des Zombiefilms auf das Web 2.0- Zeitalter darstellte, so ist die Trostlosigkeit der in “Survival of the Dead” dargestellten Zombie-Welt in etwa kongruent zu jener, die man als Zuschauer vor dem Bildschirm erfährt und man möchte den, wohlgemerkt einen unter sehr wenigen, intelligenten Sätzen im Film “Lausige Zeiten schaffen lausige Typen” gerne modifizieren: Lausige Dramaturgien schaffen lausige Filme, haha.
Oder besser: Noch lausigere Protagonisten schaffen noch lausigere Stories. Vor allem die Schauspieler-Konstellation, zwei sich rivalisierende Gruppen aus postapokalyptischen Pseudo-Cowboys, die auf einer noch nicht ganz infiltrierten Insel umherstreunen und dabei ihre Macho-Leidenschaften ausleben, stört ein wenig. Dabei nerven die Protagonisten wie der Soldatenchef Sarge ‘Nicotine’ Crocket zusätzlich mit ihrer Versessenheit auf stumpfeste Beschreibungen ihrer persönlichen Situation à la “ich stehe hier, mein bester Freund ist tot und meine Schulter brennt wie Hölle”.

Ok, ganz so schlimm ist es nicht, jedenfalls nicht die ganze Zeit. Denn der Film hat mitunter die moderne Entwicklung des Humors im Zombiefilm internalisiert. Szene: Ein Mann steht vor einem übergewichtigem “Deadhead” (ja, so kreativ neologistisch ist Romero dann doch), stopft ihm den Schlauch eines Feuerlöschers in den Mund und befüllt ihn dann mit dem Inhalt desselbigen, sodass kurz darauf auf die cartoonhafteste Weise die Augen herausspringen wie in den besten Itchy und Scratchy- Szenen. Die gelegentlichen Slapstickeinlagen sind zwar lustig, aber irgendwie unpassend für einen Film, bei dem man nicht weiß, ob das jetzt alles nur Witz sein soll oder ob er an manchen Stellen jetzt doch eine gewisse Ernsthaftigkeit für sich beanspruchen will. Auch die Story ist nicht ganz so doof, wie man denken müsste. Denn Seamus Muldoon, der Chef einer der beiden rivalisierenden Banden sowie glatzköpfiger Cowboy- Opa markiert eine Art zombistischen Diktator und die Geschichte erhält wenigstens ansatzweise einen sozialkritischen Charakter, der Romeros frühere Filme eigentlich schon immer zu relevanter Kunst erhob. Denn im Gegensatz zu seinem Kontrahenten, der am liebsten alle Zombies auf einmal „umlegen“ möchte, will er die netten Untoten leben lassen, um sie als Sklaven zu halten. Genüsslich domestiziert er zum Beispiel seine Frau, die an einer Kette in der Küche weiterhin sein Essen kocht, auch wenn sie dabei jeglichen Sinn für Geschmack verloren zu haben scheint. Später wird klar, dass ihm dabei doch anderes vorschwebt, nämlich eine Art Resozialisierung als endgültige und gar nicht so blöde Lösung, zumindest für die Überlebenden, denn die Z. sollen auf Schweinefleisch konditioniert werden.

Ansonsten bestimmt aber weiterhin der ausgesprochen zähe Stumpfsinn zweier Machos die Hauptnarration und wer sich den Film anschauen möchte, sollte sich zudem auf die am langweiligsten zusammen geschnittenen Zombiekampfszenen der Geschichte einstellen, bei der man neben der Nichtexistenz einer vielleicht zu erwartenden Klimax noch nicht einmal den Beginn oder das Ende mitbekommt, da der gesamte Film dahin fließt wie zählflüssiger Honig.

Achso, ein letztes Schmankerl aus dem Romerschen Witz-Fundus: Warum fressen Zombies keine Politiker? Geistesverwandschaft…

Text: Phire

19.420 Gedanken zu “Satire oder Verfehlung? George A. Romero`s Survival of the dead

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